
Große Klasse!!! - Ich bin erst seit Mai 2008 Biker und nur durch Zufall auf diese DVD gestoßen, weil mein Sohn mich auf diese Reise-DVD aufmerksam machte. Ich kann nur sagen: große Klassse, was Charley Boorman und Ewan McGregor mit ihrem Team in ihren Filmen festgehalten haben! Selbst wenn man nicht Biker ist, ergreift jeden Betrachter nach kurzer Zeit das Fernweh und das Mitfiebern mit beiden Teilnehmern der langen Fahrt. Selten hat mich ein Reisebericht derartig gefesselt! Es werden nicht nur die Reiseerlebnisse sehr gut dargestellt, auch die persönlichen Eindrücke von Charley Boorman und Ewan McGregor werden sehr beeindruckend durch deren persönlichen Schilderungen dem Betrachter vermittelt. Daher insgesamt die Bewertung: sehr gut, sehr sehenswert!
Einfach traumhaft - Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass es sich um eine Vollkaskofahrt handeln wird. Ein riesiger Stab hinter den beiden Fahrern, was soll da schief gehen? Aber man täuscht sich. Die drei Fahrer (auf den Kameramann komme ich später) sind auf sich alleine gestellt, das Serviceteam ist immer weit weg. Die Strecke ist wunderbar, insbesondere die Impressionen und Begegnungen im Osten der Welt (Russland, Kasachstan, Mongolei) sind unbeschreiblich. Eine tolle Freundschaft zwischen den beiden Fahrern, ein absolut natürlicher Filmstar, der authentisch rüberkommt wie kein anderer.Ein besonderer Augenmerk liegt auf dem Kameramann, der die selben Strapazen aufsich nicmmt wie die beiden Hauptakteure. Er will aber niemals im Mittelpunkt stehen und das zeichnet den freundlichen Schweizer aus.Ich freu mich auf die zweite Hälfte und auf Long way down.
A Commercial Tour... - Das Vorhaben -Zwei Freunde, Charley Boorman und Ewan McGregor, beide Schauspieler, von denen McGregor, ehemaliges Zugpferd für Davidoffs Herrenduft Adventure, der sichtlich erfolgreichere ist, und nicht unvermögend, entscheiden sich gegen die Midlife-Crisis aktiv zu werden und planen eine Motorradtour quasi Rund um die Welt, genauer von London nach New York. Das Ganze wird mit 24 Sponsoren bis ins Kleinste zur kommerziellen Verwertung durchorganisiert und erhält den Projektnamen Long-Way-Round (LWR). In Begleitung einer Supportcrew, die in zwei gesponserten geländegängigen Mitsubishi Fahrzeugen, vollgepackt mit Material, die Tour begleitete, startet das Ganze in London. Die drei, von BMW gesponserten R 1150 GS Adventure Motorräder. teilten sich die beiden Protagonisten mit dem fliegenden Kameramann Claudio von Planta (Hut ab auch vor seiner Leistung). Im Hintergrund arbeitete zusätzlich für die gesamte Organisation, die Material- ,Visabeschaffung und Carnet-Erstellung eine 13-köpfige Crew.Der Wohltätigkeitsaspekt -Unterstützt wurde seitens LWR neben dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF zwei britisch/schottische Hilfswerke (Macmillan Cancer Relief und CHAS - Children s Hospice Association Scotland) im Bereich der Krebshilfe. Nach der Tour wurde, wiederum finanziert durch die Hauptsponsoren, eine grosse Wohltätigkeitsparty mit 400 Gästen gefeiert, auf der u.a. die abgenutze BMW von McGregor für sage und schreibe 85.000 brit.Pfund versteigert wurde. Spendengelder i.H.v. 200.000 brit. Pfund wurden gesammelt und auf die drei Wohltätigkeitsorganisationen verteilt. Während ihrer Tour besuchten die beiden Protagonisten ein paar Einrichtungen von UNICEF. Ob nun die Gemeinnützigkeits- bzw. Wohltätigkeitssache lediglich rein steuerliche Hintergründe hatte, bleibt im Bereich der Spekulation, denn das Produktionsfirmen normalerweise auch Steuern zahlen müssen ist nicht so ganz unvorstellbar. Bisweilen kommt einem das Ganze zumindest etwas wie vor den Karren gespannt vor. Junkers Expertise - (..oder.. KTM springt ab ) -Im Gegensatz zu McGregor wollte Boormann KTM als Sponsor. McGregor passte sich hierauf seinem Freund an. Zur Beurteilung des Vorhabens schickte KTM den erfahrenen weltreisenden Journalisten Thomas Junker, der neben anderen Reisen - u.a. auch mit KTM Motorrädern - bereits 1996 mit seinem Partner Steffen Müller in 99 Tagen auf zwei BMW GS 1100 die Welt umrundete, und das alleine und ohne Support-Tross. Diese Tour umfasste 30041 km und schloss, im Gegensatz zu LWR, zusätzlich die Strecke hinunter bis Brasilien, sowie Portugal, Spanien etc. ein. Die Junkersche Expertise wies dem LWR-Vorhaben, so wie es ihm präsentiert wurde, ein Risiko zu. KTM trat hierauf offiziell, in Sorge um den guten Namen, als Sponsor zurück. Bis auf das wütende Abreissen eines KTM Posters von der Wand durch Boorman, und einen telefonischen Klärungsversuch durch McGregor, ging die Video-Dokumentation von LWR hierauf nicht weiter ein. Ebenso wurde zu Thomas Junker nichts weiteres erwähnt als die lapidare Einblendung des Schriftzugs KTM Specialist.Wer möchte auchmal -Sicher ist, dass der kleine Mann, ein Vorhaben ala LWR nicht auf die Beine stellen kann. Er wird sich wohl sein eigenes Motorrad bei einer solchen Sache kaputt fahren müssen. McGregor indess lässt derweil seine 13 Privat-Motorräder sicher und trocken in der Garage stehen. Naja, wer hat der hat. Der ganze Organisationsapparat, der Support- Tross, zusätzliche Kameramänner, Teamarzt etc. bleibt hierbei mal ganz unbeachtet. Und beiläufig, wieviel Sponsoren würden sich wohl für Max Mustermann interessieren oder würden ihm, wie bei der McGregor-/Davidoffschen Adventure- Kampange, einen Motorradtrip nach Brasilien finanzieren.Tour und DVD -Bei der Begegnung mit Land und Leuten auf dem Asiatischen Kontinent zeigt sich die Armut der Bevölkerung, die mit Hacke und Schaufel ihre Felder bestellt. In diesem Teil der Tour kommt es zu interessanten Begegnungen mit den Menschen hier. Eines der Highlights ist sicherlich die Einladung zum Essen in eine mongolische Jurte. Zum Essen wird eine Hodensuppe gereicht. Die Bilder hierzu könnten hier- und da vereinzelte Würgereize entstehen lassen.Verkehrswege, zumindest die, die für die Tour ausgesucht wurden, erscheinen streckenweise in einem schrecklich desolatem Zustand. Die Wege sind mit Schlaglöchern bzw. Schlaggruben übersäht. Man sieht baufällige und zusammenbebrochene Brücken, die nur von todesmutigen Fahrern bezwungen werden können. Ein Allradantrieb ist auf diesen Wegen Pflicht. Tourziele in Europa und Amerika sind sehr, sehr dünn gesäht. In den Extras, auf der letzten DVD, gibt es Die ersten 5 Tage. Hier wird z.B. mal mal ein Stop am Nürnburgring erwähnt. In den o.g. Streckenabschnitten geht es ansonsten nur noch ums terminplankonforme Kilometerfressen. Ein wenig wundert es einen, dass es beim Besuch der OCC-Motorradschmiede kein kostenloses Themenbike gab, sehr schade. Das wäre noch das I-Tüpfelchen gewesen.Die einzelnen Episoden wurden aus mehreren Bildquellen (Helmkamera, Diarykamera, Stativkamera etc.) zusammengeschnitten. Der harte übergangslose Schnitt erfolgte hierbei bisweilen in einem Tempo, welches dem Auge keine richtige Ruhe mehr gönnt. Qualitativ ist diese Dokumentation von den professionellen Highend- Werken der BBC o. ä. auf jeden Fall um mehrere astronomische Einheiten entfernt. Der Preis von knapp 24,- ist hier schon grenzwertig. Besonders zu beachten : Die deutsche Synchronisation hat man sich gespart, man muss mit Untertiteln klar kommen.Primitiver DVD- Schuber. Die Scheiben liegen einfach übereinander auf einem Mittelzapfen. Man braucht schon bald eine Lupe um die Nummerierungbeschriftung der einzelnen DVDs zu erkennen. GingŽs nicht noch kleiner.Fazit -Mag sein, das dieses LWR- Video lehrreich für Off-Road- Fans ist. Evt. auch geeignet für Fernwehkranke. Ein optischer Leckerbissen jedoch ist diese Dokumentation auf keinen Fall. Von der fehlenden deutschen Sychronisation, obwohl eine solche bereits existierte, mal ganz zu schweigen. Dazu die bescheidene Aufmachung des Schubers. Also wohlwollend aufgerundet 2 Amazon-Sterne.
FÜR ALLE! - Ich bin weiblich, keine Motorradfahrerin und kannte McGregor vorher nur vom Namen. Die DVD ist für mich ein absolutes Highlight, fantastische Bilder, bewegende Statements der beiden Hauptakteure und sehr, sehr lustig!!! Also Mädels, ab in den Einkaufswagen ,-)...
Brilliant! - Wenn es sechs Sterne gäbe bei Amazon, dann hätte diese Doku sie verdient! Selten bin ich so gefesselt worden von einer Story, die vor Spannung und Witz einfach nur so sprüht. Wir, meine Frau und ich, beides Motorradfahrer, waren so begeistert, dass wir uns an 4 Abenden hintereinander alle DVDs reingezogen haben. Schön ist wirklich, dass natürlich das Motorradfahren nicht zu kurz kommt, aber eigentlich das Abenteuer und die Herausforderung an sich im Vordergrund steht. Ewan McGregor, Charley Boorman und das gesamte Team sind dabei so herrlich sympatisch, dass man sie am liebsten in die Arme nehmen möchte. Besonders in dem Teil wo es entlang der Road of Bones geht habe ich mitgefiebert, als ob ich dabei gewesen wäre.Ich kann die DVDs absolut jedem empfehlen, ob er nun ein Bike fährt oder nicht - ein unbedinges MUSS!